Effizient ausmisten – Mit diesen Tipps schaffst Du endlich Ordnung!

Effizient ausmisten – Mit diesen Tipps schaffst Du endlich Ordnung! (Bild NOW! by hülsta)
Effizient ausmisten – Mit diesen Tipps schaffst Du endlich Ordnung! (Bild NOW! by hülsta)

 

Ordnung in die eigenen vier Wände bringen: Wenn es ums Ausmisten geht, kommen bei vielen Menschen die Ur-Instinkte des Jägers und Sammlers schlagartig zurück. Manche Personen empfinden sogar regelrechten emotionalen Schmerz, wenn sie sich von bestimmten Sachen trennen müssen. Dabei ist es gar nicht einmal so schwer richtig effizient auszumisten. Der Bestseller-Autor Michael T. Wurster liefert sieben Tipps, die dabei helfen das eigene Zuhause einfach und spürbar effektiv von unnötigem Ballast zu befreien. Am Ende lockt sogar die Chance auf ein für immer aufgeräumtes Zuhause. Richtig gelesen, ein Zuhause das man nur noch ein allerletztes Mal grundlegend aufräumen muss. Anschließend greifen zahlreiche smarte Mechanismen für dauerhafte Ordnung.

Im Büro-Kaizen®-Konzept von Bestseller-Autor Jürgen Kurz gilt seit vielen Jahren der Kerngedanke, dass die Schreibtische in den Büros widerspiegeln, wie es in den Köpfen der Menschen aussieht. Diesen Gedanken möchte ich nun direkt auf das Zuhause übertragen. Als Einrichter aus Leidenschaft bin ich der festen Überzeugung, dass die Gestaltung und Struktur der eigenen vier Wände sichtbar machen, wie es in den Köpfen der Bewohner aussieht. Ja mehr noch: Ein chaotischer Alltag voller Stress wird früher oder später automatisch zu einem chaotischen Heim führen. Deshalb ist es umso wichtiger von Zeit zu Zeit innezuhalten und sich bewusst von unnötigem Ballast zu befreien. Die folgenden Ratschläge können dabei helfen effizient auszumisten. Du wirst überrascht sein, welche Klarheit das Ausmisten der eigenen vier Wände für Dich selbst bewirken kann.

 

Tipp 1: Den aktuellen IST-Zustand fotografieren.

Viele Fitness-Programme, die zu einer besseren Figur oder dem lang ersehnten Sixpack verhelfen sollen, beginnen mit einem Foto von Deiner aktuellen IST-Situation. Dies ist eine clevere Idee, weil man durch das Betrachten von Fotos eine gewisse Distanz bekommt. Auf einmal sieht man den gewohnten Alltag aus einer komplett neuen Perspektive. So manches Foto kann dabei sogar eine regelrechte Schock-Therapie sein. Als starte das große Ausmisten, am besten indem Du viele Fotos von jedem Raum machst. Dokumentieren Sie sämtliche Details, die Dir dabei ins Auge fallen. Dadurch können Fortschritte später leichter sichtbar gemacht werden. Zudem bleiben Optimierungs-Spielräume dadurch konsequenter im Sichtfeld. Und Hand aufs Herz: So manches Schock-Foto kann auch eine permanente Mahnung zur Disziplin sein. Anschließend betrachtest Du die gesammelten Bilder am besten ganz groß auf Deinem Tablet.

 

Tipp 2: Versuche ganz systematisch auszusortieren und Ordnung zu schaffen.

In jedem Haushalt findet man so manche Dinge, die unnötig sind und kein Mensch mehr braucht. Wenn man nicht bewusst regelmäßig ausmistet, wächst die Anzahl dieser Dinge schnell und das Chaos übernimmt irgendwann die Oberhand. Die Lösung ist dabei sehr einfach: Alles, was man nicht mehr braucht, wird entfernt! Verkaufen, verschenken oder spenden sind mögliche Strategien. In Deinem Zuhause soll nur noch das bleiben, was Dir wirklich am Herzen liegt.

 

Tipp 3: Lass Dich beim Ausmisten und Ordnung schaffen nicht ausbremsen.

Wenn Du erst einmal richtig damit beginnst Ordnung zu schaffen kann es schnell passieren, dass Du dabei an Grenzen kommst. Vielleicht fehlt Dir die Zeit den letzten noch übrigen Raum gründlich auszumisten. Oder aber der Papier-Container ist bereits voll und Du kannst erst nach der letzten Leerung weitermachen. Und natürlich kann es auch sein, dass Mitbewohner das große Ausmisten blockieren wollen. Schließlich kann das weitere Ausmisten auch zu Folge haben, dass jeder sich von manchen Objekten trennen muss…

Lass Dich jetzt bloß nicht ausbremsen! In Situationen wie diesen kannst Du den weiteren Aufräum-Prozess mit Klebezetteln weiter vorbereiten: Klebe dazu auf Türen oder Regal-Elemente einzelne Zettel und nummeriere diese fortlaufend. Was zu tun ist, wird dann auf einer separaten To-do-Liste festgehalten. Um sicherzustellen, dass Dein „zukünftiges Ich“ die Sache auch wirklich angeht, kannst Du neben den To-dos verbindliche Termine eintragen. Diese Termine kommen dann in Deinen persönlichen Kalender. Damit steht schon fest, wann das große Ausmisten weiter geht. Zudem lassen sich auf diese Weise auch verschiedene Aufgaben verschiedenen Personen zuteilen. Dieses Vorgehen hat sich in der Praxis bereits mehrfach bewährt. Es funktioniert deshalb so gut, weil das ganz große Aussortieren dadurch auf viele kleine Schritte heruntergebrochen wird. Je mehr Fortschritte Du bemerkst, desto mehr Motivation findest Du dann für alles Weitere. Und klar: Motivation kann auch für andere ansteckend sein…

Ein wichtiger Hinweis zu den Klebezetteln: Die Klebezettel kannst Du auch verwenden, wenn Du gerne etwas von einem Mitbewohner ausmisten willst, dieser die Entscheidung aber selbst treffen muss. Indem Du seinen Namen auf den Klebezettel schreibst gibst Du den Ball weiter. Vereinzelt kann es auch Sinn machen Zettel mit Klebestreifen zu fixieren, damit diese nicht zehn Minuten später abfallen. Aber Vorsicht: Pass sorgfältig auf, dass Du dabei keine empfindlichen Möbel-Oberflächen beschädigst.

 

Tipp 4: Teste das Wegwerfen auf Probe.

Fast jeder Mensch ist in seinem tiefsten Inneren ein waschechter Jäger und Sammler. Gerade diese Sammler erleiden regelrechte emotionale Schmerzen, wenn sie Dinge aus Ihrer Sammlung weggeben oder gar wegwerfen müssen. Ein guter Kompromiss ist deshalb das Wegwerfen auf Probe. Dabei kommen alle Dinge, bei denen man Unschlüssig ist in einen Karton. Auf diese Weise kommen vermutlich gleich mehrere „Probe“-Kartons zusammen, die alle nach dem Aufräumen in den Keller oder auf den Dachspeicher gebracht werden. Du gewinnst dadurch sofort freien Platz, ohne etwas zu verlieren. Zumindest vorerst. Um bei den ganzen Kartons den Überblick zu behalten, sollte jeder Einzelne idealerweise wie folgt beschriftet werden: Von wem ist der Karton? An welchem Datum wurde er angelegt? Wegwerf-Termin?

Dieser Wegwerf-Termin liegt in der Zukunft. An genau diesem Stichtag wirfst Du den gesamten „Probe“-Karton weg. Vorausgesetzt natürlich, dass Du ihn bis dahin nicht aus einem wichtigen Grund öffnen musstest. Eine fortlaufende Nummerierung und ein Inhalts-Verzeichnis zu jedem Karton sind aus meiner Sicht empfehlenswert. Und ganz klar: Wenn Du das dringende Bedürfnis hast, so können Sie bis zum Stichtag noch jederzeit einzelne Schätze bergen!

 

Tipp 5: Setze beim Entertainment auf die volle Digitalisierung.

Prinzipiell kann man heute Filme, Serien und Musik über verschiedene Anbieter wie Netflix, Disney Plus, Amazon Music oder Spotify streamen. Dennoch hat vermutlich fast jeder noch eine Sammlung an DVDs und CDs im Regal stehen. Die ehrliche Frage lautet: Braucht man das alles noch?

Wer sich unsicher ist kann gerne einmal folgendes Experiment starten: Jedes Mal, wenn man beispielsweise einen Film in den DVD-Player einlegt, kommt ein kleiner Aufkleber an die Rückseite der DVD-Hülle. Schon nach wenigen Monaten wirst Du anhand der Menge der Aufkleber sehen, inwiefern Du Deine DVD-Sammlung überhaupt noch verwendest. Gleiches gilt auch für CDs.

Übrigens: Die Möbel-Branche hat schon seit einiger Zeit erkannt, dass hier ein regelrechter Paradigmenwechsel stattfindet. Durch den Trend hin zum Streaming hat die klassische Wohnwand in den meisten Fällen ausgedient. Die neuen, modernen Wohnwände sind für gewöhnlich sehr minimalistisch. Auf diese Weise rücken die stets größer werdenden Fernseher noch stärker in den Mittelpunkt. Die logische Folge ist natürlich aber auch: Wer sich nicht von seinen Entertainment-Sammlungen trennen will sollte besser die Finger von ultra-minimalistischen Wohnwänden lassen. Schließlich spielt die Menge an Stauraum eine wichtige Rolle beim Kampf gegen das Chaos.

 

Tipp 6: Habe den Mut zur Veränderung!

Natürlich haben gute Möbel immer Geld gekostet. Doch unsere Art zu Leben verändert sich, einerseits aufgrund des technologischen Wandels, anderseits aber auch durch unseren ganz persönlichen Wandel. Zum Beispiel wenn eine neue Beziehung beginnt und ein neuer Partner einzieht. Oder aber wenn erwachsene Kinder plötzlich ausziehen.

Insbesondere wenn man Möbel gemeinsam mit dem Ex-Partner gekauft hat, kann es sein, dass diese nach einer Trennung als regelrechter Ballast wahrgenommen werden.  In einem solchen Fall oder wenn einzelne Möbel nicht mehr in Deinen Alltag passen, solltest Du einen klaren Cut machen! Habe den Mut zur Veränderung! Schließlich beginnt ein neuer Lebensabschnitt häufig erst dann, wenn man sich zum Beispiel ein neues Sofa kauft. Bei einer neuen Beziehung ist auch zu beachten, dass einige Menschen großen Wert darauf legen, dass wichtige Teile der Einrichtung gemeinsam ausgesucht werden. In der gemeinsamen Wohnung möchte sich schließlich jeder richtig wohlfühlen. Einige Personen wollen außerdem aus emotionalen Gründen nicht in einem Bett schlafen, in dem zuvor jahrelang auch der Ex-Partner geschlafen hat. Insbesondere wenn man bedenkt, dass man beispielsweise Matratzen aus hygienischen Gründen sowieso alle fünf bis acht Jahre wegwerfen sollte. Schließlich absorbiert jede einzelne Matratze jährlich über 170 Liter Schweiß und 500 Gramm Hautschuppen.

 

Tipp 7: Einfach jeden Tag dranbleiben.

Bevor Du abends ins Bett gehst, solltest Du wenige Minuten einplanen, um Dein Zuhause im Schnelldurchgang wieder in Ordnung zu bringen: Sind Couchtisch und Esstisch frei? Ist das Geschirr in die Spülmaschine eingeräumt? Müssen Müllsäcke rausgebracht werden bzw. werden die Mülleimer morgen geleert? Kann Wäsche zum Trocknen aufgehängt werden?

Das alles sind Kleinigkeiten, die im Grunde ganz schnell nebenbei erledigt werden können. Auf diese Weise startest Du den nächsten Tag in einem für immer aufgeräumten Zuhause. Du wirst schnell bemerken: Mit ein paar einfachen Tricks gelingt Ihnen das Ausmisten und Ordnung schaffen zukünftig viel leichter. Und das Ordnung halten natürlich ebenso.

Ja mehr noch: Ein für immer aufgeräumtes Zuhause ist kein Wunsch-Denken, sondern realer als Du es vielleicht für möglich hältst. Wenn Du den Fünf-Stufen-Prozess des „Home-Kaizen“ durchläufst wirst Du lernen, wie es gelingt, dass Du Dein Zuhause nur noch ein letztes Mal aufräumen musst. Wie das genau funktioniert, erfährst Du in meinem GABAL-Taschenbuch „30 Minuten Für immer aufgeräumt“.

 

Text von: Michael T. Wurster (MBA), Bestseller-Autor, Journalist & Einrichter aus Leidenschaft. /

Inhalte dieses Beitrages in Anlehnung an „30 Minuten Für immer aufgeräunt“, GABAL-Verlag, 2021

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